{"id":722,"date":"2024-10-23T11:36:22","date_gmt":"2024-10-23T11:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/?p=722"},"modified":"2025-05-06T19:11:58","modified_gmt":"2025-05-06T19:11:58","slug":"erfahrungsbericht-story-one","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/erfahrungsbericht-story-one","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht story.one"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich bin 2023 im Zuge des Young Storyteller Awards auf story.one aufmerksam geworden. Eine Selfpublishing-Platform, die auf den so genannten Stories aufbaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun bin ich seit \u00fcber zwei Jahren dabei, Content auf dieser Plattform zu produzieren und habe (Stand heute) 100 Stories und sieben B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle, die sich f\u00fcr story.one interessieren, oder \u00fcberlegen, dort einzusteigen, sein hier eine kurze \u00dcbersicht. Wenn euch noch Fragen unter den N\u00e4geln brennen, kommentiert sie gerne, dann erg\u00e4nze ich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Story.one<\/h2>\n\n\n\n<p>Story.one ist mit Thalia verbandelt und bietet einen nutzerfreundlichen Weg in das Selfpublishing. Ist man angemeldet, dann kann man auf der Seite Stories schreiben und ver\u00f6ffentlichen, an Challenges teilnehmen, sich in der angebundenen Community engagieren, aus den Stories B\u00fccher zusammen stellen und als Hardcover ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umfang betr\u00e4gt 12-17 Stories, was etwa einer Kurzgeschichte von 5.000 W\u00f6rtern entspricht. Oder eben einer Sammlung von kreativen Werken zu einem Thema. Eben Stories.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stories<\/h2>\n\n\n\n<p>Die kleinste Erz\u00e4hleinheit bei Story.one ist eine so genannte Story. Eine Story besteht aus genau vier Seiten. Eine f\u00fcr ein Bild oder eine Widmung (bzw. Freitext) und drei Seiten f\u00fcr den Inhalt. Es d\u00fcrfen dabei auch nicht weniger als drei Seiten sein, also eine recht harte Einschr\u00e4nkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Als erste Seite, die im Buch eine linke Seite ist, kann ein eigenes Bild hochgeladen werden. Hier stehen einem s\u00e4mtliche Freiheiten bereit, denn es kann auch Calligraphie, ein Comic, Kunst, ein Foto, oder sogar ein QR-Code zu weiterem Content sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Formatierung schafft man einen Text von ca. 500 W\u00f6rtern auf diesen drei Seiten unterzubringen. Also eine Flash-Fiction.<br>Hierin liegt f\u00fcr mich der Reiz dieses Formates, ich muss mich im vorgegebenen Rahmen bewegen. Entweder in Form von einzelnen Stories, die zusammen zwischen zwei Buchdeckeln ver\u00f6ffentlicht werden, oder als fortlaufende Erz\u00e4hlung, bei der jedes Story-Ende Lust auf die n\u00e4chste machen soll (der Page-Turner-Effekt).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine fertige Story kann entweder privat gespeichert oder ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Buchdruck<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben Stories k\u00f6nnen bei story.one auch B\u00fccher erstellt werden. Neben Titel und Cover werden zwischen 12 und 17 Stories aus den bereits bestehenden (private und ver\u00f6ffentlicht) ausgew\u00e4hlt und hinzugef\u00fcgt.<br>Es braucht au\u00dferdem die \u00fcblichen Informationen, wie einen Klappentext, Autoren-Vita und Bilder-Copyright. Dann einen Schwung Meta-Informationen wie Genre, Stimmung und Tags. Das sind aber weitaus weniger, als bei anderen Distributoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Umschlaggestaltung kann sich weitestgehend ausgetobt werden, dadurch dass eigene Bilder hochgeladen werden k\u00f6nnen. Hier fallen allerdings auch die ersten Extra-Kosten an. 40 \u20ac f\u00fcr ein eigens Bild (es gibt auch eine kostenfreie Bild-Datenbank) und 30 \u20ac f\u00fcr eine abweichende Vignette zur Umrahmung des Titels.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegeben ist au\u00dferdem der rote Buchr\u00fccken und das Story.one Branding auf der R\u00fcckseite und im Inneren des Buches.<\/p>\n\n\n\n<p>Das fertig zusammengestellte Buch kann in der PDF-Ansicht noch mehrmals \u00fcberpr\u00fcft werden und dann ver\u00f6ffentlicht bzw. bestellt werden.<br>Ein Hardcover-B\u00fcchlein kostet ganze 18 \u20ac (im Handel und auch im Autoren-Einkauf), es gibt allerdings Mengenrabatt f\u00fcr mehr Exemplare.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn gerade ein Wettbewerb l\u00e4uft, dann darf man sich auch \u00fcber ein kostenloses Freiexemplar freuen (daf\u00fcr den jeweiligen Wettbewerbs-Code beim Checkout angeben). Und in 1,5 Wochen landet das eigene Buch dann im Briefkasten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das physische Buch<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt sind die Story.one B\u00fccher vom Umfang her bei einer Kurzgeschichte. Durch die gestalterische Freiheit passen aber auch Wortspielereien, Gedichte und viel Kreativit\u00e4t mit dem geschriebenen Wort hinein. Dank der Stories bekommt man so H\u00e4ppchenweise Literatur.<\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00fccher sind nichts desto trotz reichlich d\u00fcnn. Der Buchr\u00fccken bleibt dabei immer gleich breit, egal ob 12 oder 17 Stories enthalten sind, was sich im Regal sehr h\u00fcbsch macht. Die Qualit\u00e4t der B\u00fccher ist gro\u00dfartig, sie f\u00fchlen sich sch\u00f6n an, dickes Papier, top Druck, Farbtreue und alles. Und sie haben ein gutes Taschenformat.<\/p>\n\n\n\n<p>So sch\u00f6n sie auch sind, der Preis von 18 \u20ac ist trotzdem sehr stolz und als Autor:in hat man auch keinen Einfluss auf die Preisgestaltung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Provision<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bei vielen Distributoren gibt es auch hier eine Schwelle, die man \u00fcberschreiben muss, um ausgezahlt zu werden. Bei Story.one wird Autorenprovision ab dem 11. verkauften Buch ausgesch\u00fcttet. Achtung, das gilt f\u00fcr jedes Buch einzeln, nicht f\u00fcr alle B\u00fccher insgesamt. Als Provision gibt es dann 10% des Verkaufspreises.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auszahlung erfolgt halbj\u00e4hrlich. Es kommt eine Mail, woraufhin die Auszahlung nochmals best\u00e4tigt und die Bankdaten hinterlegt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 300 verkauften Exemplaren wird man au\u00dferdem zus\u00e4tzlich von Thalia supported und ins Regal gestellt.<br>Inzwischen kann man auch selbst 50 Exemplare bestellen und erh\u00e4lt daf\u00fcr einen Platz in einer Thalia Filiale.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Geld lohnt sich die Ver\u00f6ffentlichung \u00fcber Story.one also leider nicht. Ich habe in inzwischen zwei Jahren insgesamt nichts daran verdient, da ich f\u00fcr einige zus\u00e4tzliche B\u00fccher mehr Geld ausgegeben habe, als ich durch die Verk\u00e4ufe eingenommen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei an dieser Stelle hinzugef\u00fcgt, dass meine eigene Reichweite die Verk\u00e4ufe nicht in die H\u00f6he getrieben hat, allerdings habe ich bei einem der Wettbewerbe einen Preis gewonnen und von den 1000 \u20ac Werbebudget, die damit einher gegangen sind ist irgendwie nicht viel bei mir angekommen.<br>Leider entt\u00e4uschend, ich war zu der Zeit aber auch aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden nicht in der Lage, irgendwie nachzufragen oder hinter dem Thema her zu sein. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00c4nderungen vornehmen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein einmal ver\u00f6ffentlichtes Buch zu \u00e4ndern, zum Beispiel, weil man doch noch einen Fehler gefunden hat, geht mit einer Geb\u00fchr von 25 \u20ac einher. Nachfolgende Bestellungen werden dann mit der neuen Version produziert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">eBook<\/h2>\n\n\n\n<p>Story.one unterst\u00fctzt (noch) keine eBook, Softcover oder Audiobook-Publishing. Darum darf sich eine Autor:in bei Bedarf selbst k\u00fcmmern. Bei anderen Vertriebskan\u00e4len kann dann ggf. auch der Preis selbst bestimmt werden. \u00dcber einen Distributor wie Tolino kann man sein Story.one Buch also problemlos auch als eBook herausbringen, allerdings nicht mit dem gleichen Cover und Story.one Branding.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Kr\u00fccke gibt es noch, denn Story.one B\u00fccher erhalten in Stores den Zusatz &#8220;Story.one &#8211; live is a story&#8221;. Dadurch wird in den Shops nicht erkannt, dass ein Hardcover und eBook zusammen geh\u00f6ren, weil die Titel nicht gleich sind.<br>Das l\u00e4sst sich aber mit einer netten Email an den Kundensupport des jeweiligen Shops beheben, dann Titel, ISBN und ASIN angeben und um eine Verkn\u00fcpfung bitten. Fertig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie fast alle Texte, die man im Internet hochl\u00e4dt, k\u00f6nnen auch die Stories auf dieser Plattform f\u00fcr das Training einer KI herhalten, so steht es in den AGB. Das soll zun\u00e4chst nur f\u00fcr Sachb\u00fccher gelten und in das Training eines (kostenpflichtigen) Schreibhelfers flie\u00dfen, es hat aber viele Autor:innen dazu bewogen, der Plattform den R\u00fccken zu kehren und ihre B\u00fccher entfernen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kostet leider \u2013 wie eine \u00c4nderung \u2013 25 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fchle mich sehr wohl mit dem Flash-Fiction Format und fordere mich selbst damit heraus, zu jeder Story auch eine passende Illustration zu liefern. Die Schwelle zum Ver\u00f6ffentlichen ist angenehm niedrig und ich liebe die B\u00fccher, die nun bei mir im Regal stehen und mich stolz machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirklich etwas verdienen kann man auf Story.one nicht, daf\u00fcr schreckt der Preis von 18 \u20ac zu viele Leser:innen ab. Ich habe trotz gewonnenem Wettbewerb keinen nennenswerten Umsatz gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Story.one ist meiner Meinung nach in erster Linie ein Druckservice, um endlich das eigene (kurze) Buch zu ver\u00f6ffentlichen, ins Regal zu stellen und im Onlineshop finden zu k\u00f6nnen. Ich selbst werde mein Story.one Kapitel dieses Jahr abschlie\u00dfen, alle B\u00fccher und Stories werden dort verf\u00fcgbar bleiben, aber ich wende mich gr\u00f6\u00dferen Projekten zu, die mich den n\u00e4chsten Schritt in meinem Werdegang weiterbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Update am 6.5.2025.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Erfahrungsbericht im Selfpublishing mit story.one. Nach 5 B\u00fcchlein und 100 Stories habe ich einiges an Aha-Effekten weiterzugeben.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":724,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[19,7,81,9],"class_list":["post-722","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-writing","tag-kurzgeschichte","tag-publishing","tag-story-one","tag-writing"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"de","enabled_languages":["en","de"],"languages":{"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"de":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=722"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/722\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":729,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/722\/revisions\/729"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/erdbeerbeet.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}